Interreg Maas-Rhein Drohnen-Notfallnetzwerk für medizinische Logistik (EDEN-Medical)

Der Zugang zu rechtzeitigen und zuverlässigen medizinischen Transporten ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Notfällen, in denen jede Sekunde zählt. In der Grenzregion liegen Krankenhäuser jenseits der Grenzen oft näher als inländische Einrichtungen, doch behindern systembedingte Unterschiede den effizienten Transport medizinischer Güter wie Medikamente, Blut und Laborproben. Jüngste Krisen wie COVID-19, Überschwemmungen und der Krieg in der Ukraine haben diese Herausforderungen deutlich gemacht und sich auf die Lagerverwaltung, Lieferungen und Laborkapazitäten ausgewirkt. Die Bewältigung dieser Probleme erfordert eine verstärkte Zusammenarbeit und innovative Logistiklösungen.

Das Projekt EDEN-Medical zielt darauf ab, ein kollaboratives Netzwerk für urbane Luftmobilität (UAM) für den schnellen und sicheren Austausch von medizinischen Gütern und Informationen zu schaffen. Durch die Integration von drohnengestützter Logistik in ein offenes, modulares System wird das Projekt den medizinischen Transport verbessern und den Echtzeit-Datenaustausch zwischen Krankenhäusern, Drohnenbetreibern und medizinischen Teams ermöglichen. Darüber hinaus wird das Projekt die telemedizinischen Dienste stärken, indem es Fernkonsultationen und die Koordination von Notfällen erleichtert.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Ermittlung und Beseitigung rechtlicher und regulatorischer Hindernisse für grenzüberschreitende medizinische Transporte. Konzepte für die Anpassung von Krankenhäusern, die automatische Integration von Drohnen und die erforderliche Infrastruktur werden einen Fahrplan für die künftige Umsetzung liefern. Zu den erwarteten Ergebnissen gehören ein schnellerer, effizienterer und umweltfreundlicher medizinischer Transport, eine verbesserte Krisenreaktion und ein erweiterter Zugang zur Telemedizin. Letztendlich wird die Öffentlichkeit von einer verbesserten medizinischen Notfallversorgung profitieren und die regionale Widerstandsfähigkeit erhöhen.

Kooperationsparter

Das Projekt wird von der Uniklinik RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen, dem Zuyderland Medical Center, der Universität Maastricht, dem Ziekenhuis Oost-Limburg, Docs in Clouds TeleCare GmbH, flyXdrive GmbH, der Feuerwehr Aachen und DronePort Sint-Truiden geleitet.

Förderung

Das Projekt EDEN-Medical ist Teil des Programms Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE) und wird mit 1.703.544,55 € aus dem EFRE, 592.761,54 € vom DE-Land NRW und 27.978,62 € von der NL-Provincie Limburg kofinanziert.

Ansprechpartner

Dr. med. Andreas Follmann (afollmannukaachende)
Dr. med. Sarah Veldeman (sveldemanukaachende)